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Bayer - immer wieder Glyphosat


Bayer ist ein wahres deutsches Traditionsunternehmen. In der langen Geschichte gab es schon viele erfolgreiche Veränderungen in der Konzernstruktur. Doch der Kauf von Monsanto kam garnicht gut bei den Investoren an. Natürlich könnte man sagen: „Das war doch klar! Glyphosat ist schuld.“ Doch kann man das wirklich so vereinfacht in den Raum stellen und wie sieht es aktuell nach den Quartalszahlen aus?


Anbei finden Sie eine kurze Analyse durchgeführt mit der XTB xStation5.


Das gibt es Neues und Fundamentales…


Wie ja die meisten wissen hat sich bei Bayer in den letzten Monaten sehr viel getan. Der Monsanto Deal ist fixiert. Damit wird man zum mit Abstand größten Agrarkonzern, global gesehen.


Die Q3-Zahlen waren stark durch die Monsanto-Übernahme sowie die damit einhergehenden Transaktionen geprägt gewesen. Auf operative Ebene ist Bayer moderat hinter den Erwartungen der Analysten zurückgeblieben. Das Nettoergebnis war jedoch besser als prognostiziert.


Der Umsatz stieg um 23,4 Prozent auf 9,91 Milliarden Euro. Dabei profitierte der Konzern von der Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto. Der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) lag mit 2,2 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Unterm Strich blieben 2,89 Milliarden Euro - was einem Minus von 25,6 Prozent entspricht.


Die finanziellen Risiken durch die erfolgte Monsato-Übernahme sind aktuell immer noch kaum absehbar. Für den ersten Glyphosat-Kläger muss das Unternehmen möglicherweise 78 (zuvor: 289) Mio. US-Dollar aufbringen. Das Urteil wurde zwar von Bayer so nicht akzeptiert, doch der finale Ausgang ist unsicherer denn je. Die Zahl der ausständigen Glyphosat-Klagen in den USA stieg unbeirrt weiter, auf aktuell 9.300 (Ende August waren es „nur“ 8.700). Betrachtet man dann noch die Imageprobleme mit Monsanto als Marke selbst und das abgeschwächte Wachstum mit dem Geschäft durch den Blockbuster Xarelto, stehen zumindest herausfordernde Zeiten bevor.


Der Ausblick für 2018 wurde für den Konzern bestätigt, aber scheinen auch die Vorgaben für Consumer Health und Animal Health auch zunehmend ambitioniert. Für 2018 wird ein Gewinn je Aktie von 6,50 Euro (alt: 6,24 Euro) prognostiziert. Die Prognose für 2019 sinkt von 5,52 Euro auf 5,11 Euro.


Der Erfolg hängt stark vom Erfolg der Neuausrichtung zu einem mehrheitlichen, global führenden Agrarkonzern ab und dem leidigen Thema Monsanto/Glyohosat.


Was sagen die Analysten?


Das durchschnittliche Kursziel liegt dabei bei 96 Euro

Das maximale Kursziel liegt bei 127 Euro

Das niedrigste Kursziel liegt bei 70 Euro

Bemerkenswert: Der aktuelle Kurs liegt damit unter dem niedrigsten Kursziel.


Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Bayer nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 122 Euro belassen.


Was sagen die verwendeten technischen Analysemethoden via XTB xStation5?



  • Oszillator: Der RSI von Pfizer liegt bei etwa 32 und fallend. Es naht hier die überverkaufte Zone. Eine Gegenreaktion wäre dann nicht unwahrscheinlich.

  • Trendindikator: Der MACD schwächt sich ab. Aktuell ist er noch positiv jedoch steht der recht kurzfristigen positiven Bewegung eventuell schon wieder ein Übertritt in die negative Region gegenüber.

  • Preis Indikator: Der SMA 200 ist bei rund 90 Euro eingelangt und fallend. Der aktuelle Kurs liegt damit klar darunter.

  • Bollinger Bänder: Hier befindet sich der aktuelle Kurs im unteren Bereich. Eine Gegenbewegung in Richtung Mitte und damit ansteigend, könnte durchaus wahrscheinlich sein.

Das Risikomanagment via Ampelsystem…



… für einen möglichen Swing Trade.


Die schwarze Linie im Chart: Der mögliche Startpreis einer Idee könnte bei etwa 65,80 Euro liegen.


Die rote Linie im Chart: Das mögliche Stop-Loss könnte bei etwa 62,85 Euro liegen (aktuell unteres Bollinger Band).


Die 1. grüne Linie (Widerstand Anfang November & mittleres Bollinger) wäre ein mögliches 1. Ziel und eine Anpassung der Idee mittels Take Profit oder Adaptierung des Stop-Loss könnte eine Reaktion in der Idee sein. Diese erste grüne Linie läge bei etwa 72 Euro, die Zweite bei rund 80 Euro.


FAZIT…


Fundamental bleibt Bayer weiterhin solide. Die Quartalszahlen lassen Hoffnung aufkommen. Doch wäre da nicht dieses Glyphosat und die Unsicherheiten aufgrund der anstehenden 9300 möglichen Klagen.


Die Analysten sind weitgehend positiver gestimmt. Der Kursziel aktuell liegt unter dem niedrigsten Kursziel der Analysten.


Das aktuelle Chartbild unter Betrachtung der verwendeten Indikatoren scheint nicht klar und eher durchwachsen.


Wer diese Klagen nicht fürchtet könnte eine Swing Trade Idee als Reaktion auf die Zahlen starten.

Doch stellt sich immer wieder die Glyphosat Frage: „Kann Bayer das leidige Thema endlich abschütteln?“ Es bleiben wohl etliche Unsicherheiten.


Machen Sie sich Ihre eigene Meinung.


Entscheiden Sie selbst.


Ihr Sotrawo Team



Offenlegung:


“Die von Ritschy Dobetsberger betreuten Wikifolio’s und weitere Depots können in Bayer investiert sein. Sie müssen außerdem davon ausgehen, dass der Autor/die Autoren die jeweils empfohlene Position selbst in ihren Portfolio’s halten und insofern von einer Umsetzung einer Trading-Idee profitiert.


Die hier veröffentlichten Trading-Ideen sind weder als Empfehlung noch als ein Angebot oder eine Aufforderung zum An- oder Verkauf von Finanzinstrumenten zu verstehen und sollen auch nicht so verstanden werden.


Risikohinweis: Der Handel mit Finanzprodukten unterliegt einem Risiko. Sie können Ihr eingesetztes Kapital verlieren.


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