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RAUS AUS HIGHFLYERN? REIN IN DEN DAX?

Die Corona-Pandemie und die Aussicht auf Besserung fördern an den Aktienmärkten interessante Verhaltensweisen der Börsianer zu Tage. Während an der Technologiebörse Nasdaq Gewinne mitgenommen werden, erfreuen sich die konjunkturabhängigen Werte aus Dow Jones und DAX erhöhter Nachfrage.


Auf Monatssicht verlor der Nasdaq Composite Index 6,9 Prozent an Wert. Völlig konträr dazu verlief die Bewegung im #DAX. Das deutsche Börsenbarometer kletterte um 2,9 Prozent und knackte die 14.000-Punkte-Marke – damit steht der Index auf Allzeithoch. „Ich denke, das liegt daran, dass wir in den vergangenen Wochen und Monaten einen zu starken Anstieg der Technologiewerte – vor allem in den USA – gesehen haben, der nun korrigiert wurde. Da sich im DAX nur wenige Technologiewerte befinden, blieb er von einer Korrektur verschont.

Zinsanstieg belastet Highflyer – nur vorübergehend?

Deutlich preisgünstiger wurden auch die Aktien von Unternehmen aus anderen Sektoren. Alternative Energien und Antriebstechniken – allen voran die Brennstoffzellenhersteller – kamen massiv unter die Räder. Selbst die Tesla -Aktie kann, wie das letzte Monat gezeigt hat, fallen – und zwar rasant. Richard Dobetsberger ( Ritschy ) nutzte die Gunst der Stunde. Der Trader holte sich gestern Dienstag den E-Autobauer mit einem Depotanteil von 4,8 Prozent einmal mehr ins wikifolio FuTecUS .


Nach seiner Einschätzung dürften steigende US-Zinsen für den Rücksetzer verantwortlich sein. Und zwar nicht nur bei Tesla. In den USA kletterten die langfristigen Staatsanleihenrenditen von 0,5 Prozent im Sommer letzten Jahres auf nun 1,6 Prozent. Gewinnmitnahmen sind die Folge – vor allem bei Aktien von Unternehmen, die noch keine Gewinne schreiben und die sich nun unter Umständen teurer am Kapitalmarkt refinanzieren müssen. Die Reaktion ist, so Dobetsberger, in Anbetracht des vorhergehenden Kursanstiegs völlig normal. „Was hoch fliegt, kann auch tief fallen. Was nicht fliegt, fällt auch nicht“, lautet das Fazit.

Hoffnung für den DAX, gekauft wird der Nasdaq

Im DAX sehe ich das Risiko des sich fortsetzenden europäischen Impfdesasters.

Richard Dobetsberger

Ritschy

Wo spielt dann aber auf Sicht der nächsten 12 Monate die Musik – im DAX oder doch weiter im #Nasdaq? Dobetsberger ist sicher: „Ganz klar im Nasdaq. Die Fantasie liegt von meiner Warte aus weiter in den amerikanischen Technologie- und Biotech-Werten. Im DAX sehe ich das Risiko des sich fortsetzenden europäischen Impfdesasters. Während die USA auf wirtschaftliche Normalität schaltet, scheint Europa den politischen Weg des ewigen, wirtschaftlichen Lockdowns zu wählen. Das könnte auch für den DAX schwerwiegende Folgen haben. Doch konnte Europa trotz und nicht wegen der vorherrschenden Politik schon oft auch positiv überraschen. Kurz gesagt: Die Hoffnung lebt für den DAX. Das Investment strebt zur Nasdaq.“

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